Taboola – Die Alternative zu Google Ads?

11 Mai Gordian Hense

Taboola – Die Alternative zu Google Ads?

Taboola wurde 2007 in Israel / Tel Aviv-Jaffa gegründet und war ursprünglich ein „Empfehlungsnetzwerk“. In Form von Kacheln wurden auf Webseiten Hinweise „Recommendations“ mit Bild und Text, mit Link auf andere Beiträge bzw. Webseiten, eingeblendet. Ein intelligenter Algorithmus (KI) wählte dazu die jeweiligen Ads, passend zum Content bzw. der Intention des Users aus und blendet sie ein. Taboola verlagerte seinen Hauptsitz bald nach New York (USA) und gründete viele Vertretung rund um den Globus. Derzeit sind es achtzehn Standorte.

Taboola native Advertising

Content orientiertes Werbenetzwerk

Heute bietet Taboola ein modernes Werbenetzwerk „Taboola Content Discovery“ im „Open Web“, wie betont wird. Das war nicht immer so, bzw. wurden die Inhalte lange Zeit verurteilt, die über die Plattform ausgeliefert wurden. Tatsächlich sind manche Inhalte auch heute noch an einer gewissen Grenze, aber dafür kann Taboola wenig. Im Gegenteil, Taboola hat grosse Anstrengungen unternommen um die Qualität der Inhalte und Ads zu verbessern und hat sich klare Ziele gesetzt. Der „Advertising Content Policies Overview“ listet eine ganze Reihe an aktuellen Vorschriften über die Inhalte und Methoden, die über das Netzwerk ausgeliefert werden dürfen. Und das Taboola Trust Center ergänzt die Bedingungen durch diverse Compliance, Privacy und Advertsising Guidelines. Sie sind ähnlich streng wie bei anderen, führenden Netzwerken. Auch die Qualität und Reputation der Publisher – Webseiten hat sich enorm verbessert. Unter den Case Studies finden sich namhafte, internationale Unternehmen und Marken wieder.

Performance Advertising fast wie bei Google Ads

Mit „Open Web“ werden alle Webseiten und Oberflächen im Internet gemeint, die nicht in „fester Hand“ sind. Ein kleiner Seitenhieb auf Google, dass ja seine meisten Impressions mit Anzeigen auf „seinen – closed web“ Suchergebnis-Seiten ausliefert. Ähnlich aber wie bei Google bietet Taboola beiden Seiten – also Publishern und Advertisern die Möglichkeit, ihre Assets zu monetarisieren. Publisher können die Ads von Taboola in Ihre Webseiten einbinden, ähnlich wie bei Google mit Adsense / Doubleclick und damit Geld verdienen. Und Umgekehrt können Advertiser über Taboola Werbeauslieferungen auf diesen Seiten buchen. Die Vergütung erfolgt ebenfalls nach CPC oder CPA Modellen. Auch Conversion-Orientierte Auslieferung, also Performance-Orientiert, wird durch den Algorithmus unterstützt. Wie bei Google wird eine Zieldefinition erstellt und nach einem CPA gesteuert der sogar nach ROAS ausgerichtet werden kann.

Dazu werden, wie bei Google, entsprechende Tags in die Webseite eingebaut, die den Erfolg über KPIs erfassen. Man kann sogar den Google Tag Manager dazu verwenden. Entsprechende Taboola Inventories sind vorhanden.

Übersichtliche und leicht zu lernende Benutzeroberfläche

Neben dem Vorteil, dass man über Taboola Content-Orientiert seine Zielgruppe im Open-Web ansprechen kann und so zielorientiert und hoch performant Neukunden gewinnen kann, ist die Benutzung und Einrichtung um ein Vielfaches einfacher und übersichtlicher als bei Google. Die Komplexität und ständigen Änderungen bei Google Ads können einen ja zur Verzweiflung treiben. Da ist man froh, wenn man sich mal ein wenig mit einem Tool beschäftigen kann, in dem die Benutzung noch einfach ist, aber die Möglichkeiten komplex. Einfach fokussiert auf das was man will und nicht die „Eierlegendewollmilschsau“!

Taboola Ads Home Page

Einfach einzurichtende Kampagne – ähnlich Google’s Smart Campaigns

Die Eingabe von Keywords entfällt, so wie das bei Google Ads möglich ist. Taboola verwendet den Content der Zielseite und die Titel / Texte, die zu einem Creative eingegeben werden müssen, als Massstab für die Ausrichtung. Ähnlich wie bei einer smarten, dynamischen Suchkampagne in Google Ads. Der Algorithmus erledigt den Rest. Gerade viele kleineren Unternehmen, die sich keine teure Agentur leisten können, wird das freuen. Denn sie können schnell und einfach bei Taboola loslegen, Kampagnen starten und zu günstigen Preisen Traffic und Conversions erzeugen. Die Pflicht ist einfach, die Kür kann man muss man aber nicht. Bei Google sind die User durch die Suche vordefiniert. Bei Taboola fischt man – zielgerichtet- im „Open Web“. Aber um Neukunden zu generieren ist natürlich Taboola besser. Dort erreicht man ja ein ganz anderes Publikum.

Fazit

Taboola sollte, als performance-orientiertes Werbenetzwerk, in keinem Repertoire des Online-Marketings fehlen. Neben Google Ads, Email-Marketing und SEO wird Taboola unverzichtbar. Derzeit unterstützt Taboola durch ein „Starter Programm“ Advertiser. Die neuen Advertiser werden 30 Tage lang aktiv begleitet, damit ihre Kampagnen erfolgreich wird. Je nach Nische, Produkt oder Branche sind die CPC’s noch günstig und man kann tolle Kampagnen fahren.

 

 

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