Beteiligt die Menschen an der disruptiven Entwicklung!

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Disruptive Digitalisierung

In dieser Zeit wird die Welt von ständigen Umbrüchen und neuen Bewegungen bestimmt. All das ist aber auch erst nur ein Anfang. Die Digitalisierung nimmt zu. Ganze Technologien und Branchen werden durch disruptive Entwicklungen massiv verändert. Die Menschen wünschen sich mehr Umweltschutz und ein besseres Leben. Auch deshalb gibt es die enormen Flüchtlingsströme. Der Welt-Wirtschaftsmittelpunkt verschiebt sich von Europa und den USA nach Asien. Gleichzeitig sorgen die alten Strukturen dafür, dass immer mehr Menschen und Unternehmen reicher werden und immer mehr Menschen viel ärmer. Beziehungsweise funktioniert das volkswirtschaftliche Kreislaufmodell in den westlichen Ländern zunehmend nicht mehr. Wie in einer Explosion - dem Urknall - fliegen alle bestehenden Systeme und Denkweisen auseinander. Das beschleunigt sich durch sich selbst. Das alte, eindimensionale Modell, zu arbeiten um dafür Geld zu bekommen, deckt nur einen, immer kleiner werdenden Bereich ab und muss überdacht werden. Das neue Gold sind Daten und die Dienstleistung die man daraus entwickeln kann. Für die Daten bezahlen die meisten Unternehmen nichts, wir User liefern sie kostenlos. Der Staat kann damit auch nicht partizipieren und unser Wohlstand fällt.

Alte volkswirtschaftliche Kreisläufe werden nicht aktualisiert

Der bisherige Wirtschaftskreislauf läuft, vereinfacht, wie folgt. Unternehmer baut Firma auf, Arbeitskräfte werden eingestellt, Arbeiter stellen die Produkte her und bekommen dafür Lohn oder Gehalt, die Arbeiter sind gleichzeitig Kunden des Unternehmens und kaufen die Produkte mit dem Geld aus ihrem Lohn. Primärkreislauf.

Der Staat nimmt von beiden Parteien Steuern und Abgaben ein um die soziale Verantwortung für das Alter, Krankheiten, Arbeitslosigkeit und andere Staatsaufgaben wahr zu nehmen. Zum Beispiel die Infrastruktur zu erhalten.

An diesem Kreislauf sind viele andere Systeme und Unternehmen angedockt. Banken, zum Beispiel, verwalten das Geld der Arbeiter und Unternehmen und stellen dieses Geld den gleichen Gruppen als Kredit zur Verfügung. Versicherungen begrenzen den Schaden der Arbeiter und Unternehmen, damit die temporäre Belastung bei einem Unfall nicht zu gross wird. An all dem partizipiert der Staat und die Gesellschaft mit. Sowohl monetär wie ganz praktisch. Kunden bekommen ihre Produkte und Dienstleistungen, es fällt Geld an mit dem die Infrastruktur erhalten oder aufgebaut wird etc. Das System war bisher in den meisten Fällen im Gleichgewicht, in einem immer währenden Kreislauf.

In den meisten westlichen Ländern ist das Aussenverhältnis zu anderen Staaten in einem feinen, diplomatischen und rechtlichen System geregelt. So dass Import und Export in ähnlicher Weise einem Kreislauf entsprechen. Gibst Du mir was, so gebe ich dir was, ist das Motto. Wer sich clever oder besonders dreist anstellt, bekommt mehr als er gibt, und wird reich. Das ist unsere heutige "westliche" Welt.

Nun entwickeln sich aber solche Bewegungen, wie die Digitalisierung, zunehmend zu grossen Bereichen in der Wirtschaft, mit Milliarden Umsätzen und Gewinnen die nicht an dem Kreislauf teilnehmen. Vereinfacht gesagt: Unternehmen verwenden Daten (Leistungen), die sie kostenlos von den Nutzern (Arbeitern) erhalten und verkaufen diese gegen viel Geld an andere Unternehmen. Die Arbeiter / Nutzer erhalten dafür keinen Lohn. Noch dazu wandern die Leistungen (Daten) unkontrolliert über die Grenzen hinweg ins Ausland oder zurück. Während im klassischen System bei einem Produkt oder einer Leistung auch immer parallel Geld floss (Gebühren, Rechnungen, Zoll, Steuern, MwSt.), gibt es das bei vielen Produkten in der Digitalisierung nicht mehr. Der Arbeiter bekommt dafür keinen Lohn, der Staat kann keine Einnahmen mehr verrechnen und die Absicherung der Menschen im Alter und bei Krankheit, die Erhaltung der Infrastruktur kann nicht mehr sichergestellt werden.

Neben der Abwanderung von Unternehmen und Arbeitsplätzen aus dem Westen nach Asien ist das die grösste Bedrohung für die Menschen im Westen. Ich schreibe bewusst Menschen. Denn die Unternehmen, vor allem die grossen, können ihre Produktionsstätten einfach dorthin verlagern wo die neuen Märkte sind. In der Menge, werden Europäer oder Amerikaner, bestimmt nicht nach China oder Indien ziehen und dort Arbeit bekommen. Sie sind also nicht so flexible wie Unternehmen.

Die Politik und die Gesellschaft hat es versäumt auf die neuen «Werteträger» und «Bedingungen» zu reagieren. Ausserdem entwickeln sich beide System unterschiedlich schnell weiter. Während die Technik und die Unternehmen Siebenmeilenstiefel anhaben, verharrt die Politik und viele Teile der Gesellschaft im vorigen Jahrhundert. Durch Digitalisierung werden heute zig Milliarden umgesetzt, aber die Politik und Gesellschaft hat es versäumt das volkswirtschaftliche Modell vom «Geben und Nehmen» daran anzupassen. Die «Arbeiter» können deshalb nur in geringen Massen daran partizipieren. Das birgt Explosivstoff sondergleichen.

Daten sind Produkte wie alle anderen auch!

Wenn ein User über eine Suchmaschine eine Suche durchführt, passieren zwei grundsätzliche Dinge. Der User nimmt eine Dienstleistung wahr – er nutzt die Suchmaschine -, gleichzeitig liefert er aber dem Dienstleister auch Daten – die im Hintergrund erfasst werden. Daten «was» er sucht, «von wo» aus er sucht, anhand seines Profils «wie alt» er ist, ober er Mann oder Frau ist, was er früher gesucht hat, welche Beziehungen er zu anderen Usern hat, welchen Browser oder Computer er nutzt, über welchen Provider er sich einloggt ect. p.p. Viele wissen nicht wie viele Daten sie Suchmaschinen oder Unternehmen in der Digitalisierung täglich liefern und wie wertvoll diese sind. Das darf man nicht nur auf Suchmaschinen beziehen, alle Unternehmen mit denen Kunden heute zu tun haben erfassen in irgend einer Form digitale Daten von ihren Kunden. Der Telefonprovider genau so wie die Bahn oder Fluggesellschaft.

Würde man ein Marktforschungsunternehmen beauftragen, die gleichen Daten täglich, aktuell und weltweit zu erheben, welche die grossen Suchmaschinenunternehmen täglich kostenlos erhalten, würden wohl Milliarden Beträge bezahlt werden müssen. Denn der Aufwand dafür wäre enorm. Was bekommt ein User heute als Gegenleistung von den Suchmaschinen? Nichts, ausser dass er den Dienst kostenlos benutzen kann.

Mit Daten verdienen seit jeher viele Unternehmen sehr viel Geld. In der Werbung und für Unternehmen sind aktuelle Daten aus dem Markt unerlässlich. So kann nur darüber das Verhalten der Kunden oder Interessenten beobachtet und darauf reagiert werden. Normale Marktforschungsunternehmen, die ein "Panel" betreiben, verkaufen die Daten an ihre Kunden und die monetäre Abwicklung passt in den volkswirtschaftlichen Kreislauf, an dem alle partizipieren.  Es werden Löhne und Gehälter gezahlt und der Staat nimmt Steuern ein. Bei vielen heutigen Digitalunternehmen ist das aber nicht mehr so. Die Daten fliessen heute kostenlos zu den Unternehmen über Landesgrenzen hinweg. Es werden keine Steuern bezahlt, es werden keine Zölle bezahlt, es wird keine Umsatzsteuer bezahlt und es wird keine Lohn- oder Einkommenssteuer bezahlt. Es scheint fast ein rechtsfreier Raum zu sein, in dem Leistungen ohne die Partizipation des Staates und der Arbeiter, also der restlichen Menschen, stattfindet.

Mal angenommen man müsste für die Benutzung einer Suchmaschine im Internet bezahlen und würde dann auch eine Vergütung für die Lieferung seiner Daten an das Unternehmen bekommen. Dann würde Geld bzw. eine Abrechnung entstehen, auf deren Basis die Dinge wieder in den volkswirtschaftlichen Kreislauf gefasst werden könnten. Und alle könnten davon profitieren, nicht nur ein paar wenige. Der Staat, die Politik aber auch die Gesellschaft hat es verpasst, für diese neue Form einer Leistung volkswirtschaftlichen Modelle zu entwickeln die für alle sinnvoll sind. Sprich es gibt einen Warenfluss bzw. Leistungsfluss, aber keinen Geldfluss und damit wird, an dieser Stell, das volkswirtschaftlich Modell unterbrochen und es fehlen Einnahmen obwohl gearbeitet wird.

So lange unser westliches, volkswirtschaftliches Modell darauf beruht, dass jemand arbeitet, dafür Geld bekommt und er damit Produkte und Dienstleistungen kauft und der Staat daran partizipiert sind wir auf dieses Abrechnungsmodell und deren Einnahmen angewiesen. Die Digitalisierung unterwandert, in diesem Fall, unser volkswirtschaftliches Modell, und es entgehen uns enorme Einnahmen, die heute in das Ausland und dort zu ganz wenigen abwandern. Das ist nicht nur eine Umverteilung von unten nach oben, sondern auch von vielen Ländern zu einem.

Wir müssen alle umdenken!

In der Politik und Gesellschaft stehen dadurch zwangsweise und dringend mehrere grosse Aufgaben an.

  • Datenerzeugung- und Lieferung müssen wie Produkte oder Leistungen behandelt werden, dazu zählen auch alle Daten die im Hintergrund erfasst werden
  • Die ausschliessliche Bindung des volkswirtschaftlichen Kreislaufs an Arbeit muss überdacht werden
  • Wir müssen eine andere Form der Leistungsbetrachtung erarbeiten, die nicht "nur" mehr auf den alten Gedanken «Arbeit = Leistung» beruht
  • Wir müssen mit neuen Modellen sicherstellen, dass wir unseren Wohlstand und den volkswirtschaftlichen Kreislauf am Leben erhalten können
  • Wir müssen auf disruptive Gegebenheiten flexibler reagieren können und unser Modell so anpassen, dass sie ihm nichts anhaben können

Das Uhrheberecht der Daten muss bei dem Erzeuger liegen und vergütet werden. Andere müssen für die Nutzung dieser Daten bezahlen. Heute tritt man dieses Recht, in den meisten Fällen, durch die Anerkennung der AGBs grosser Unternehmen einfach an diese ab. So kann das nicht weiter gehen. Ob wir telefonieren, mit dem Auto fahren, im Internet surfen oder der Arzt einen Bericht an die Krankenkasse liefert, überall liefern die Menschen, die Nutzer, die User «ihre» Daten an Unternehmen ab. Zum wirtschaftlichen Vorteil der Unternehmen. In den meisten Fällen kostenlos und ohne das es der Kunde, der Nutzer das überhaupt bemerkt. Hier ist schleichend und durch disruptive Entwicklungen ein Milliarden-Markt entstanden der vollkommen ausserhalb des volkswirtschaftlichen Kreislaufes abläuft und die Gesellschaft nicht daran partizipiert, wie im Vergleich bei anderen Märkten. Das ist eine extreme Ungleichheit und entzieht der Volkswirtschaft Geld welche es zur Aufrechterhaltung des Systems benötigt.

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